Was gibt's Neues?

Wir feiern Streuobst! - Tagung am 20. April 2024 - Save the date!

272 Sorten haben es geschafft!!!! Die Nachzuchten haben einen festen Platz in unseren Sortenerhaltungsgärten - ihr Überleben ist gesichert. Das wollen wir gebührend feiern - und zwar mit Ihnen! Am 20. April 2024 im Sommerkeller in Bernried - mit interessanten Fachvorträgen, einer Rendevouz-Session mit zahlreichen Infoständen, kulinarischen Überraschungen und einem geselligen Streuobst-Chillout. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

 

Save the Date!

 

Weitere Infos und ein Online-Anmeldeformular stellen wir im Februar hier für Sie bereit.  

Pomologie-Intensivseminar mit Hans-Joachim Bannier

Achtung: Das Seminar ist bereits ausgebucht. Die Anmeldebestätigungen werden in Kürze versendet.

 

Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder ein 2tägiges Pomologie-Intensivseminar mit Hans-Joachim Bannier anbieten können! Am 2. und 3. Dezember 2023 wird uns Bannier, einer der bedeutendsten deutschen Pomologen aus Bielefeld im ZUK im Kloster Benediktbeuern wieder die Kunst der Unterscheidung von zum Verwechseln ähnlichen Sorten lehren. Das Angebot richtet sich an Personen, die sich bereits intensiv mit den Unterscheidungsmerkmalen - etwa bei einem unserer Pomologie-Grundlagenseminare - beschäftigt haben und die bereits einige Apfelsorten (er)kennen. Im letzten Jahr haben wir uns mit den gelben Sorten beschäftigt und dabei unter anderem die Sorten "Gelber Richard", "Kleiner Fleiner", "Gelber Edelapfel" und "Landsberger Renette"  sicher unterscheiden gelernt. Lassen wir uns überraschen, welche Verwechslergruppe in diesem Jahr im Fokus steht!

 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Seminar.

 

Hochkonzentriert lauschten die Teilnehmer:Innen beim letztjährigen Pomologie-Intensivseminar in Amerang dem Sortenspezialisten aus Bielefeld Hans-Joachim Bannier.

Große Sortenausstellung in Haberland, Landkreis Berchtesgadener Land

Am 8. Oktober feiern die Kollegen im Landkreis Berchtesgadener Land ihr erstes großes Fest im neu errichteten Sortenerhaltungsgarten in Haberland! Das Team von Apfel-Birne-Berge wird mit einer großen Sortenausstellung vertreten sein. Besucher können Fruchtproben (mind. 4 schadfreie, repräsentative Früchte aus der Oberkrone, am besten in Papiertüten mit Beschriftung) zur Bestimmung vorlegen. Außerdem lockt ein buntes Rahmenprogramm mit Führungen, Kinderprogramm und kulinarischen Köstlichkeiten.


Wieder Einsteigerkurs zum Thema Pomologie in Amerang!

Termin: Freitag, 13.10.2023, 9:00-17:00 Uhr

 

Die Großeltern haben die Sorte noch gewusst! Aber wissen Sie auch noch die Sortennamen Ihrer Obstbäume? Das Wissen um Sortennamen und Verwendung hat in vielen unserer Obstgärten und Streuobstwiesen häufig eine Generation übersprungen. In einem eintägigen Einsteigerkurs - Pomologie kann man lernen, die äußeren und inneren Merkmale von Apfel- und Birnensorten zu benennen, zu beschreiben und zu unterscheiden. Genaues Hinschauen und Geduld sind dabei gefragt. Merkmale wie die Deckfarbe, die Berostung sowie die Form und Größe der Schalenpunkte, ja gar die Größe und die Farbe des Stiels können hierfür entscheidend sein. Außerdem gibt es Vorträge zu den wichtigsten Sorten von Apfel, Birne und Zwetschge für die Streuobstwiese und ihren Frucht- und Wuchseigenschaften.

Ausgestattet mit diesem Grundwissen kann man sich in guten Sortenbüchern orientieren und hat das Handwerkszeug, um sich mit viel Übung Stück für Stück zum Sortenkenner zu entwickeln. Am Rande des Kurses gibt es eine kleine Sortenausstellung mit verschiedenen Apfel- und Birnensorten.

 

Der Kurs findet am 13.10. zwischen 09:00 und 17:00 Uhr am Bauernhausmuseum in Amerang statt. Das Mittagessen und der Eintrittspreis für das Bauernhausmuseum ist in der Kursgebühr von 35€ inbegriffen. Für den Kurs sind keine Vorkenntnisse erforderlich!

 

Bitte Schreibzeug, Schneidebrett und scharfes Messer mitbringen sowie - falls vorhanden - eigene Sorten (mindestens 6 durchschnittliche Früchte pro Sorte).

 

Anmeldung bitte bis 10.10.2023 bei Frau Demegni unter 08031/392-3332

oder  angelika.demegni@lra-rosenheim.de (maximal 20 Teilnehmer)

 

Zahlreiche Besucher beim "Apfel-Birne-Berge-Streuobsttag"

28. April 2023

 

Zum Anlass des "3. Internationalen Tages der Streuobstwiese" fand im neu errichteten Sortenerhaltungsgarten des Landkreises Rosenheim ein interessanter Nachmittag rund ums Thema Streuobst statt. Stellvertretende Landrätin Marianne Loferer und Bürgermeister Simon Hausstetter hoben in ihren Grußworten die hohe Bedeutung des Streuobstes gerade im Landkreis Rosenheim hervor. Die Buchautoren Ingolf Hatz und Julia Ruby Hildebrand präsentierten ihr neues Buch mit dem Titel "Das große Buch vom Apfel - von herzhaft bis süß", an dem auch wir in bescheidenem Umfang mitgewirkt haben. Als besonderen Gast konnten wir Hans-Thomas Bosch, einen der bedeutendsten Pomologen aus dem süddeutschen Raum begrüßen. Er sprach im Rahmen eines Interviews von der Wichtigkeit robuster alter Sorten als Genpool für Neuzüchtungen speziell vor dem Hintergrund der Herausforderungen des Klimawandels. Natürlich gab es auch allerlei Streuobstprodukte - sortenreine Säfte, Cidre, Most und sortenreine Brände - und schmackhaften Käse zu verkosten. Trotz des schlechten Wetters nahmen die Besucher mit großem Interesse an unserer Führung durch den neu entstandenen Sortenerhaltungsgarten in Höhenmoos teil.  

 

Hier einige Impressionen:  

 

Streuobstinfoabend im Landkreis Tölz-Wolfratshausen

13. Februar 2023

 

Am Abend des 13. Februar veranstaltet Brennerei Schauer in Schnegg 108, Oberfischbach-Wackersberg einen Vortragsabend zum Thema "Alte Obstsorten im oberbayerischen Alpenvorland". Wir stellen dort unser Projekt und insbesondere den geplanten Sortenerhaltungsgarten in Benediktbeuern vor. Weiterhin werden wir über Erfahrungen mit den traditionellen Streuobstsorten und die sich im Zuge der Umsetzung des Streuobstpaktes etablierende neue Förderlandschaft sprechen. Wir freuen uns über regen Besuch! Beginn ist um 19:30 Uhr. Um kurze Anmeldung per email an schauer.schnegg@t-online.de wird gebeten.

Fleißige Helfer bei Pflanzaktionen!!! Vielen Dank!

Unzählige Hände haben am 29. Oktober, am 12. und am 18. November mitgeholfen, die Sortenerhaltungsgärten am Hilgerhof (TS), in Haberland (BGL) und bei Höhenmoos (RO) mit ersten umfangreichen Baumpflanzungen aus der Taufe zu heben. Vielen herzlichen Dank für diese wunderbaren Aktionen an die ehrenamtlichen Helfer sowie an die Organisatoren vor Ort!

 

Unten haben wir einige Impressionen für Sie zusammengestellt. Nähere Informationen zu den einzelnen Gärten finden Sie hier. 

 

Es geht los!!!

Am 29. Oktober werden wir mit der Bepflanzung unserer Sortenerhaltungsgärten in Traunstein (Nähe Hilgerhof, Gemeinde Pittenhart) und Berchtesgadener Land (Nähe Haberland, Gemeinde Saaldorf-Surheim) beginnen! Am 18. November folgt dann der Garten im Landkreis Rosenheim (bei Höhenmoos, Gemeinde Rohrdorf). Wir sind schon alle sehr aufgeregt...

Wenn Sie mithelfen und mit uns Vielfaltsstifter und Ressourcenbewahrer sein möchten, schreiben Sie uns oder melden Sie sich direkt bei den Kreisfachberatern der jeweiligen Landkreise. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Wanderausstellung "Paradiesapfel und Würgebirne"

Im Zeitraum von 2. Oktober bis 6. November bieten wir unter dem Titel „Paradiesapfel und Würgebirne“ eine bunte Obstsorten-Schau in 5 oberbayerischen Landkreisen von Weilheim-Schongau bis Traunstein an.

Etwa 100 verschiedene Birnen- und weit überwiegend Apfelsorten erwarten Sie - und dazu ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Obstmarkt, Fachvorträgen, Sortenbestimmung und sonst noch so allerhand…

 

 

Hier finden Sie nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen.

Wieder Pomologiekurse im November 2022!

Nachdem wir im letzten Jahr pandemiebedingt einige Kurse absagen mussten, starten wir jetzt in eine neue Runde: Für alle, die Ihre Sortenkenntnis vertiefen und das Handwerkszeug der Pomologen kennenlernen wollen, bieten wir im November diesen Jahres 2 Kurse im Bauernhofmuseum Amerang (Landkreis Rosenheim) an.

Für das zweitägige Intensivseminar benötigen Sie Vorkenntnisse, die sie im Grundlagenseminar erwerben können. Sollten Sie Vorkenntnisse aus anderen Kursen mitbringen, geben Sie dies bitte in Ihrer Anmeldung an.

 

Achtung: beide Kurse sind bereits ausgebucht!

Erfolgreich bei der Bayernbrandprämierung!

v.l.n.r: Eva Bichler-Öttl und Georg Loferer vom Projekt „Apfel-Birne-Berge“, Christian Stocker, Margot Westner, Georg Hartmannsegger, Thomas Hartmannsegger, Andreas Hau, Christian Steinbichler, Andreas Hoiß
v.l.n.r: Eva Bichler-Öttl und Georg Loferer vom Projekt „Apfel-Birne-Berge“, Christian Stocker, Margot Westner, Georg Hartmannsegger, Thomas Hartmannsegger, Andreas Hau, Christian Steinbichler, Andreas Hoiß

Das Projektteam und die an unseren Verwertungsversuchen teilnehmenden Brennereien durften sich bei der Prämierungsfeier in Aying über umfangreichen Medaillensegen freuen! Aus dem Projekt wurden insgesamt 11 sortenreine Edelbrände aus vergessenen Birnensorten zur Bayernbrandprämierung, einem bayernweiten Wettbewerb, eingereicht. Fast alle bekamen eine Silber- oder Goldmedaille!

 

Damit konnte gezeigt werden, dass die verwendeten Sorten - oftmals sehr kleinfrüchtig, wenig haltbar und aufgrund hoher Gerbstoffgehalte "rass" im Geschmack - sich dennoch in hervorragender Weise für die Herstellung von sortenreinen Bränden eigenen und dabei mit einer überraschenden Geschmacksvielfalt aufwarten können.

 

Die Auszeichnungen gelten aber nicht nur den Sorten, sondern auch der herausragenden handwerklichen Verarbeitung durch die teilnehmenden Brenner.

Die Medaillen gehen an folgende Brennereien:

  • Haus’s Brennerei, Holzkirchen: Silber für die „Haferbirne“ aus der Gemeinde Weyarn (MB)
  • Edeldestillerie Hartmannsegger, Sachsenkam, Silber für die „Kastenbirne“ aus der Gemeinde Wessobrunn (WM/SOG)
  • Brennerei Stocker, Tattenhausen, Silber für die „Frauenbirne“ aus der Gemeinde Tuntenhausen (RO)
  • Hofbrennerei beim Graz’n, Geiging, dreimal Silber für die „Frauenbirne“ aus der Gemeinde Frasdorf (RO) und für eine unbekannte Sorte, die regional als „Pöllauer Hirschbirne“ bezeichnet wird, aus Schönau (BGL) sowie für die „Muskatellerbirne“ aus der Gemeinde Rohrdorf (RO)
  • Obstverwertungsgenossenschaft mit Dampfbrennerei Prien am Chiemsee, zweimal Gold für die „Honigbirne“ aus der Gemeinde Bernau (RO) und die „Jakobibirne“ aus der Gemeinde Valley (MB) und einmal Silber für die „Semmelbirne“ aus der Gemeinde Rohrdorf
  • Edeldestillerie Schneiderhauser, Huglfing, Silber für eine namenlose Birnensorte aus der Gemeinde Peißenberg (WM/SOG)

"Der Weg zum hochprozentigen Obstgenuss ist ein langer." wie Andreas Franzl vom Südostbayerischen Brennerverband bei der Prämierungsfeier ausführt. Die bayerischen Obst- und Kleinbrenner leben mit der Natur. Sie erhalten und pflegen Streuobstwiesen und mit ihnen auch die teils in Vergessenheit geratenen alten Sorten. Wir freuen uns daher, wenn wir mit diesen guten Ergebnissen Brenner und Obstbauern überzeugen können, "unsere" Wirtschaftsbirnensorten in ihren Obstgärten aufzupflanzen. Voraussichtlich werden wir ab 2025 erste Bäume abgeben können.

Bitte melden Sie sich bei uns!

 

Save the date!

Unsere Planungen laufen auf Hochtouren! Im Herbst erwartet Sie eine Obstsorten-Wanderausstellung durch die 6 Apfel-Birne-Berge-Landkreise sowie eine Neuauflage unserer Pomologiekurse. Hier schon mal die Termine:

 

Sortenausstellungen mit Sortenbestimmung:

  • 2./3. Oktober im Rahmen der Oberlandausstellung Weilheim
  • 8. Oktober im Rahmen des Apfelfestes in Gotzing (Landkreis Miesbach)
  • 9. Oktober im Rahmen des Traunsteiner Apfelmarktes
  • 22. Oktober in Benediktbeuern (Landkreis Tölz-Wolfratshausen)
  • 6. November im Bauernhofmuseum Amerang (Landkreis Rosenheim) 

Pomologiekurse:

  • voraussichtlich im Zeitraum von 3. - 5. November mit Grundkurs und Fortgeschrittenenkurs im Raum Rosenheim.

Apfel-Birne-Berge-Streuobsttag

29. April 2022

Am 29. April fand am Hilgerhof in Pittenhart, Landkreis Traunstein mit zahlreichen geladenen Gästen aus dem ganzen oberbayerischen Alpenvorland der erste "Apfel-Birne-Berge-Streuobsttag" statt. Anlass hierfür war der zweite "Internationale Tag der Streuobstwiese", ein europaweiter Mitmach- und Aktionstag rund um das "Immaterielle Kulturerbe Streuobstanbau".

 

Es war ein rundum gelungener Nachmittag mit Fachvorträgen über das Projekt im Allgemeinen und über die Verwertungsversuche mit sortenreinem Edelbrand im Besonderen. Die stellvertretende Landrätin, Frau Resi Schmidhuber lobte in ihren Grußworten die geplante Einrichtung eines Sortenerhaltungsgartens am Hilgerhof als wertvollen Beitrag zum Naturschutz und zum Erhalt der Biodiversität und als ein weiteres Juwel für das Kulturzentrum, der durch die vielseitigen Aktivitäten der Gemeinde Pittenhart und des Kulturvereins Hilgerhof e.V. zu neuem Leben erwacht ist.

 

 

 

 

Andrea Westenthanner vom Südostbayerischen Brennerverband führte die Anwesenden in die Welt der Brennerei ein. Diese sei die Veredelung von Obst in höchster Form. Und natürlich durften die Gäste sich dann durch die überraschende geschmackliche Vielfalt von 21 sortenreinen Birnenbränden probieren - draußen, bei bestem Wetter in geselliger Runde. 

 

Zum Abschluss wurde demonstriert, wie Sortenerhalt im Kleinen aussehen kann: Kreisfachberater Markus Breier veredelte einen bereits in den Vorjahren gepflanzten Baum mit Reisern des "Paradiesapfels", einer vielseitig verwendbaren Lokalsorte, die in den Gemeinden Rohrdorf und Samerberg gefunden wurde und dort durch gesundes Wachstum und hohe Erträge überzeugt. Um das Wichtigste kümmerten sich aber stellvertretende Landrätin Schmidhuber und Bürgermeister Reithmeier: Das Anbringen des Sortenschildes, damit das Wissen um die Sorte weiterlebt! 

Impressionen

"Wir brennen für vergessenen Birnensorten"

Edelbrandsommeliers hochkonzentriert bei der Arbeit: v. l. Andreas Franzl, 1. Vorsitzender Südostbayerischer Brennerverband, Hans-Georg Uhrlandt, Andreas Hau, Anton Huber, Andrea Westenthanner, Kreisfachberater Roman Pröll, Brigitte Schauer, 2. Vorsitzend
Edelbrandsommeliers hochkonzentriert bei der Arbeit: v. l. Andreas Franzl, 1. Vorsitzender Südostbayerischer Brennerverband, Hans-Georg Uhrlandt, Andreas Hau, Anton Huber, Andrea Westenthanner, Kreisfachberater Roman Pröll, Brigitte Schauer, 2. Vorsitzend

Hochkonzentriert waren am vergangenen Samstag sieben Edelbrandsommeliers zugange, um die sortenreinen Edelbrände aus unseren vergessenen Birnensorten zu verkosten. Dabei galt es, das Aroma, also Geruch und Geschmack der Birnenbrände differenziert zu beschreiben, denn manche Brände bringen neben dem eigentlichen Birnenaroma auch Nuancen fremder Aromen mit, wie etwa von Limette, Zimt, Kakao oder Honig. Letztlich werden anhand verschiedener Kriterien bis zu 100 Punkte vergeben.

 

Andreas Franzl, Brigitte Schauer und Andrea Westenthanner vom Südostbayerischen Brennerverband, die die Verwertungsversuche von Anfang an unterstützt haben, freuen sich mit dem Projektteam über durchweg hohe Bewertungen für die insgesamt 20 verkosteten Brände. Acht Brände sollen nun zur Edelbrandprämierung eingereicht werden, einem bayernweiten Wettbewerb, der nur alle zwei Jahre stattfindet. Mit den erreichten 90 und mehr Punkten haben die Brände von nur regional bekannten Sorten wie etwa der "Frauenbirne" aus Frasdorf oder der "Jakobibirne" aus Valley große Chancen auf eine Goldmedaille.

 

Auch der Rosenheimer Landrat Otto Lederer durfte als Gastgeber in die Rolle eines Verkosters schlüpfen und freute sich über die im wahren Wortsinne guten Ergebnisse. Er appellierte an alle Anwesenden, die Obstverwertung als zentralen Baustein für den Erhalt der artenreichen Streuobstbestände weiter zu fördern.

 

Impressionen

 

Ergebnisse

Besonders überzeugt haben sortenreine Brände aus folgenden Sorten:

  • "Frauenbirne", gefunden in der Gemeinde Tuntenhausen (RO)
  • "Jakobibirne", gefunden in der Gemeinde Valley (MB)
  • "Semmelbirne", gefunden in der Gemeinde Rohrdorf (RO)
  • "Honigbirne", gefunden in der Gemeinde Bernau (RO)
  • "Frauenbirne", gefunden in der Gemeinde Frasdorf (RO)
  • namenlose Birnensorte, gefunden in der Gemeinde Frasdorf (RO)
  • "Hirschbirne", gefunden in der Gemeinde Schönau (BGL)
  • "Kastenbirne", gefunden in der Gemeinde Wessobrunn (WM)
  • "Haferbirne", gefunden in der Gemeinde Weyarn (MB)
  • namenlose Birnensorte, gefunden in der Gemeinde Peißenberg (WM)

Wer sich für den Anbau unserer Brennbirnensorten interessiert, kann sich gerne bei uns melden. Zwar können wir erst ab 2024 Nachzuchten in größerer Anzahl in Auftrag geben, doch schon jetzt sammeln wir Interessenten und bieten Beratungen an.

 

Auch wenn Sie selbst Brenner sind und sich für die Verarbeitung unserer Sorten interessieren, können Sie sich bei uns melden. Wir stellen gerne einen Kontakt mit dem oder den Baumeigentümern her. Ab 2023 wird es voraussichtlich in unseren Sortenerhaltungsgärten in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land erste Früchte geben, sodass Sie auch dort die Sorten kennenlernen können.

Winterzeit - Veredelungszeit!

27. Januar 2022

Wenn Sie Nachwuchs von Ihrem alten Obstbaum im Garten haben möchten, ist jetzt noch Zeit (genau genommen bis Mitte/Ende Februar je nach Witterungsverlauf) Reiser, also einjährige Triebe für eine Nachzucht zu schneiden. Viele Obstbaumschulen bieten eine Auftragsnachzucht (auch Auftragsveredelung genannt) an. Wenden Sie sich daher bei Bedarf an Ihre nächstgelegene Obstbaumschule oder auch an Ihren örtlichen Gartenbauverein. Oft gibt es Personen in Ihrer unmittelbaren Nähe, die die Nachzucht für Sie durchführen können.

 

Das Beste ist aber: Veredeln ist kein Hexenwerk! Jeder kann diese alte Kulturtechnik erlernen. In unserem Projektgebiet bieten im April oder Anfang Mai alle Kreisverbände für Gartenkultur und Landespflege derartige Kurse an. Wollen Sie wissen, wie es bei so einem Kurs zugeht? Dann schauen Sie mal >> hier!

 

Pomologiekurse und Sortenbestimmung

Die Erntezeit hat begonnen und wieder ploppt die Frage auf, wie die Apfel- oder Birnensorte heißt, die an Ihrem Baum heranreift. Wir bieten Ihnen eine Sortenbestimmung an: am Montag, den 22. November 2021 können Sie ab 18 Uhr Ihre Fruchtproben im Boschnhaus in Vagen (Bruckmühl, Landkreis Rosenheim) Pomologen Hans-Joachim Bannier, einem der führenden deutschen Pomologen vorlegen. Für den Fall, dass Ihre Früchte nicht bis dahin warten können, nutzen Sie gerne den Bestimmungsservice des Kompetenzzentrums Obst am Bodensee sowie vom Bund Lemgo.

 

Für die Bestimmung benötigen wir 5 - 10 einwandfreie, vollreife und typisch ausgefärbte Früchte aus der Oberkrone. Bitte kein Fallobst, keine wurmstichigen oder anderweitig schadhaften Früchte. Bis zur Sortenbestimmung lagern Sie die Früchte am besten kühl, luftfeucht und in Papiertüten. 

 

Für Personen, die selbst Ihre Sortenkenntnisse verbessern wollen und das Handwerk der Pomologen kennenlernen wollen, veranstalten wir im November mehrere Pomologiekurse. In unserem Kurs in Vagen im Landkreis Rosenheim sind noch einzelne Plätze frei. Die Kurse in Benediktbeuern und Bergen sind schon ausgebucht. Für Vagen können Sie sich gerne noch bis zum 4. November anmelden. Für die anderen beiden Kurse können wir Ihnen lediglich einen Platz auf der Warteliste anbieten.

  

Wir waren im Fernsehen!

Zwei ganze Tage lang hat uns ein Filmteam des Bayerischen Fernsehens begleitet. Aus den Aufnahmen ist ein Beitrag für "Zwischen Spessart und Karwendel" entstanden, der am Samstag, den 2. Oktober gesendet wurde. Der Beitrag kann derzeit noch in der BR-Mediathek angesehen werden. Schauen Sie doch mal rein... 

 

Auch in der "Abendschau - im Süden" wurde kurz über uns berichtet. Auch diese Sendung können Sie in der BR-Mediathek noch anschauen. Hier geht's zur "Abendschau im Süden" vom 14.09.2021...

 

"Austropom 2021"

Zukunft des Streuobstes - Austropom 2021

Unsere Österreichischen Nachbarn bieten eine sehr interessante Veranstaltung zu verschiedenen Themen rund ums Streuobst an. Sie findet vom 22. bis 24. Oktober 2021 in Neumarkt in der Steiermark statt. Wir werden dort auch vertreten sein. Vielleicht kommen wir ja ins Gespräch....

 

Hier finden Sie nähere Informationen>>

Startschuss im Erhaltungsgarten Berchtesgadener Land

19. April 2021:

Mitstreiter des Projektes im Berchtesgadener Land: Josef Stein (Kreisfachberater), Andreas Buchwinkler (Eigentümer), Anton Kern (LPV), Georg Loferer (Pomologe), Andreas Lexhaller (Kreisverband Gartenkultur), Landrat Bernhard Kern
Mitstreiter des Projektes im Berchtesgadener Land: Josef Stein (Kreisfachberater), Andreas Buchwinkler (Eigentümer), Anton Kern (LPV), Georg Loferer (Pomologe), Andreas Lexhaller (Kreisverband Gartenkultur), Landrat Bernhard Kern

Mit der Veredelung von fünf Mehrsortenbäumen ist am 19.04.2021 der Startschuss für den Sortenerhaltungsgarten im Berchtesgadener Land gefallen. Bereits im vergangenen Herbst wurden drei Apfelbäume und zwei Birnbäume auf der "Hühnerwiese", einer landwirtschaftlichen Fläche in Haberland, Gemeinde Saaldorf-Surheim gepflanzt. Jetzt trafen sich die Verantwortlichen und Landrat Bernhard Kern, um die Bäume mit alten und neuen Standardsorten zu veredeln, sodass später, wenn die ersten Früchte der vergessenen Sorten geerntet werden können,  Vergleichsfrüchte zur Verfügung stehen.

 

Ab Herbst 2022 werden auf der Fläche insgesamt 100 Spindelbäume und 100 Hochstämme mit "vergessenen" und sehr seltenen Sorten gepflanzt. Vor allem die im Landkreis Berchtesgadener Land gefundenen Sorten werden hier eine neue Zukunft bekommen. Die Nachzucht erfolgt derzeit in der Obstbaumschule Schmitt in Poxdorf.

 

Kreisfachberater Josef Stein beim Veredeln
Kreisfachberater Josef Stein beim Veredeln

Das Besondere an dem Standort: Die Hühner des Flächeneigentümers Andreas Buchwinkler übernehmen die Unterwuchspflege! Sie "weiden" das Gras ab und vertilgen die Larven von Schadinsekten. Zugleich düngen sie den Boden. Im Gegenzug bieten die Bäume ihnen künftig Schatten und einen Schutz vor Greifvögeln. Eine klassische Win-Win-Situation also. Kreisfachberater Josef Stein sieht die Kombination "Hühnerobst" als "eine Form der Landwirtschaft der Zukunft, bei der man durch Doppelnutzung der Fläche Synergien nutzt".

 

Planung, Mittelakquise und Realisierung des Sortenerhaltungsgartens erfolgen mit wertvoller Unterstützung durch den Landschaftspflegeverband Biosphärenregion Berchtesgadener Land und den Kreisverband Gartenbau und Landespflege.

 

Wir freuen uns sehr, dass hier durch das Zusammenwirken zahlreicher Akteure eine Arche für unsere Sorten entstehen wird!

"Regionalschorle und Edel-Cidre - wie rentiert sich Streuobst?"

 

30.11.2020:

 

Der Bayerische Rundfunk hat am 11.11.2020 eine sehr interessante Radioreportage zum Thema Streuobstvermarktung gesendet. Sie können diese unter folgendem Link nachhören:

Sie finden darin auch wertvolle Impulse, wie Sie selbst als Verbraucher den Erhalt von alten Streuobstwiesen mit den darin lebenden geschützten Tierarten fördern können. Gemeinsam aktiv für die Biodiversität! Packen Sie's an!

Wir in Bayern...

12. Oktober 2020:

 

Das Bayerische Fernsehen sendet am Montag, den 12.10.2020 ein Interview mit unserem Pomologen Georg Loferer in der Sendung "Wir in Bayern". Ab 13.10.20 finden Sie die Sendung in der BR-Mediathek. Schauen Sie mal rein! 

Obstsorten kennenlernen

17. Oktober 2020:

 

Wer gerne unsere gängigen Streuobstsorten persönlich kennenlernen will, hat dazu eine gute Gelegenheit bei der Sortenausstellung zum Anlass des 100jährigen Jubiläums des Obst- und Gartenbauvereines Söchtenau am 17.10.2020. Kreisfachberater Harald Lorenz und Thomas Pummerer werden vor Ort für obstbauliche Fragen jeder Art zur Verfügung stehen.

 

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann auf dem Obst- und Kulturwanderweg mit Ausgangspunkt Rimsting oder Prien neben den Früchten auch die Wuchseigenschaften von insgesamt über 340 Obstsorten erkunden. 

Verwertungsversuche Edelbrand

August 2020:

 

Ein wichtiger Projektbaustein ist die Prüfung der Sorten "auf Herz und Nieren". Wie wüchsig sind die Sorten? Wie widerstandsfähig? Welche Eigenschaften haben die Früchte? Wie können sie effektiv verwertet werden?

 

Um sich diesen Fragen von der praktischen Seite her zu nähern, haben wir einige Bäume für einen Edelbrandversuch in Zusammenarbeit mit dem Südostbayerischen Brennerverband ausgewählt. Seit Anfang August ernten wir insbesondere Birnen und liefern diese an interessierte Brenner im ganzen Untersuchungsgebiet zur Herstellung von sortenreinen Edelbränden.

 

Der Brenner/die Brennerin verarbeitet die Früchte zu einer Maische und lässt diese mehrere Wochen gären. Danach wird die Maische vorsichtig erhitzt, bis der entstandene Alkohol verdampft. Klingt einfach, ist im Detail jedoch eine Kunst!

 

Die fertigen Brände müssen vor der professionellen Verkostung durch Edelbrandsommeliers noch eine Weile lagern, um ihr volles Aroma zu entwickeln. Wir sind schon sehr gespannt!

 

Bilder (von links nach rechts):

Georg Loferer bei der Ernte; Herr und Frau Hau (Brenner aus Holzkirchen) waschen, sortieren und entstielen die winzigen "Haferbirnen"; nur die besten Früchte werden eingemaischt; zurück bleiben Stiele, Blätter und angefaulte Früchte.

 

Umzug ins Freiland

9. Juli 2020:

 

Die Veredelungen sind zuverlässig angewachsen und haben üppige Neutriebe gebildet. Bisher wohl behütet im Gewächshaus dürfen unsere nachgezogenen Jungbäume nun ins Freiland umziehen, damit sie sich zu widerstandsfähigen Gehölzen entwickeln.

 

 

Und los geht's!

Übergabe der Reiser an Baumschule Schmitt (von links nach rechts: Johann Schmitt, Harald Lorenz, Georg Loferer, Johann Schmitt jun.)
Übergabe der Reiser an Baumschule Schmitt (von links nach rechts: Johann Schmitt, Harald Lorenz, Georg Loferer, Justus Schmitt)

04. März 2020:

 

Schon seit Anfang des Jahres war Projektmitarbeiter und Pomologe Georg Loferer in den 6 Landkreisen unterwegs, um von den Altbäumen mit unbekannten und besonders seltenen Sorten Reiser - also einjährige Triebe - für die Nachzucht zu schneiden. Am 4. März konnten dann Reiser von insgesamt rd. 150 Apfel- und Birnensorten der Obstbaumschule J. Schmitt für die Veredelung auf vorbereiteten Unterlagen übergeben werden.

 

Stark vergreiste Bäume, die keine brauchbaren Reiser liefern, bekamen einen Anregungsschnitt, so dass im Folgejahr zumindest partiell ein guter Austrieb erwartet werden darf.

 

Wenn alles gut läuft, werden die Veredelungen bald austreiben und ist damit das Fortbestehen der Sorten gesichert.

Aktion Streuobst der LfL

Unter dem Motto "Aktion Streuobst" finden Sie auf der Internetseite der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) diverse Veranstaltungsangebote zum Thema Streuobst in ganz Bayern.

 

Sehen Sie sich ruhig weiter um auf der Seite der LfL! Sie finden dort verschiedenste weiterführende Informationen rund um das Thema "Streuobst".

LOGO der Aktion Streuobst der LfL